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State of Startup Pitch Decks: Was 3.372 Decks über Fundraising verraten

Wir haben unsere Pitchdeck-Datenbank vollständig ausgewertet: 3.372 echte Decks aus 67 Ländern. Welche Branchen dominieren, welche Runden am häufigsten vorkommen – und wo die Daten ihre Grenzen haben.
Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
- Die Datenbank umfasst 3.372 Decks aus 67 Ländern, erfasst über 20.243 einzelne Slides.
- Herkunft: USA 44,5 %, Deutschland 14,5 %, Großbritannien 13,1 %.
- Seed ist die häufigste konkrete Runde (34,4 % der Decks), Series A folgt mit 21,7 %.
- Fintech ist die größte Branche (14,1 %), vor AI/ML/Big Data (9,9 %) und HealthTech (8,0 %).
- Zwei Drittel der Decks mit hinterlegtem Geschäftsmodell sind SaaS (66,4 %).
- Ein Viertel der Runden liegt unter 2,5 Mio. $; der Bestand endet 2023.
Wie sieht ein erfolgreiches Pitchdeck wirklich aus – und was sammeln Startups je nach Phase und Branche ein? Wir haben unsere Datenbank vollständig ausgewertet. Das Ergebnis zeigt klare Muster – und ein paar Stellen, an denen die Daten weniger hergeben, als man gern hätte.
Warum hier von 3.372 Decks die Rede ist
Eine Vorbemerkung, die den Rest des Beitrags erst lesbar macht. In der Datenbank steht jede Zeile für eine einzelne Slide, nicht für ein Deck. Zu manchen Unternehmen sind über 60 Slides erfasst, zu den meisten genau eine. Wer auf Zeilenebene zählt, gewichtet ein intensiv erfasstes Deck so stark wie 60 einzelne Unternehmen – und bekommt deutlich andere Zahlen.
Deshalb sind alle Angaben unten auf Deck-Ebene gerechnet: 20.243 Zeilen, gruppiert nach Unternehmen, ergeben 3.372 Decks. Der Unterschied ist groß. Auf Zeilenebene erscheint Deutschland mit 6,7 %, auf Deck-Ebene mit 14,5 %.
Welche Branche dominiert bei Startups?
Fintech ist die häufigste Branche: 428 Decks oder 14,1 % aller Decks mit Branchenangabe. Dahinter folgen AI/ML/Big Data mit 9,9 % und HealthTech mit 8,0 %. Die Bandbreite ist groß – 58 Kategorien insgesamt, von PropTech über EdTech bis Cybersecurity.

Für Gründer:innen heißt das nicht, dass nur Fintech finanziert wird. Es zeigt, in welchen Feldern besonders viele öffentlich verfügbare Decks entstanden sind – und welche Vergleichsgruppe Investor:innen im Kopf haben, wenn sie dein Deck sehen.
Welche Finanzierungsrunde ist am häufigsten?
Seed ist die häufigste konkret benannte Runde: 34,4 % der Decks. Series A folgt mit 21,7 %, Pre-Seed liegt bei 5,3 %. Spätere Runden werden schnell dünn – Series C erreicht 5,7 %, alles ab Series E zusammen 1,7 %.

Eine Einschränkung gehört dazu: Das Feld erlaubt Mehrfachwerte und mischt Sammelstufen wie „Early Stage“ mit konkreten Runden. 65,7 % der Decks tragen deshalb mehr als einen Wert. Zu lesen sind die Werte als: Anteil der Decks, die diesen Wert mindestens einmal tragen.
Die praktische Konsequenz bleibt trotzdem klar. Wer eine Seed- oder Series-A-Runde vorbereitet, bewegt sich in der größten und am besten dokumentierten Vergleichsgruppe. Wer eine Series C sucht, findet deutlich weniger Material.
Wie viel Kapital sammeln Startups ein?
Die Summen sind als Spannen erfasst, es geht also um Größenordnungen. Ein Viertel der Decks (24,7 %) entfällt auf Runden bis 2,5 Mio. $, 18,2 % auf 2,5 bis 10 Mio. $, 22,8 % auf 10 bis 50 Mio. $ und 14,0 % auf 50 bis 250 Mio. $. Über 250 Mio. $ bleiben 3,0 %.

Ein Fünftel der Decks trägt hier ausdrücklich „n.a.“ – diese Fälle sind separat ausgewiesen und nicht stillschweigend weggelassen.
Welches Geschäftsmodell dominiert?
Unter den 2.706 Decks mit hinterlegtem Geschäftsmodell ist SaaS mit 66,4 % klar dominant. App (11,4 %) und E-Commerce (11,2 %) folgen weit dahinter, Marktplätze liegen bei 6,7 %.

Zur B2B/B2C-Frage sagen wir bewusst nichts. Das entsprechende Feld ist bei 77,4 % der Decks leer. Aus den verbleibenden 763 Decks ließe sich ein Verhältnis errechnen, aber es wäre nicht repräsentativ – und eine Zahl, die man nicht belegen kann, gehört nicht in eine Auswertung.
Woher kommen die Decks?
Die USA stellen mit 1.402 Decks fast die Hälfte (44,5 %). Deutschland folgt mit 456 Decks (14,5 %), Großbritannien mit 413 (13,1 %). Dahinter Israel (4,1 %), Frankreich (2,8 %) und Kanada (2,4 %); die restlichen gut 10 % verteilen sich auf 55 weitere Länder.

Dass Deutschland vor Großbritannien liegt, spiegelt unsere Sammelpraxis, nicht die Marktgröße: Wir erfassen deutsche Decks gezielt, weil sie für unsere Leser:innen der relevante Vergleichsmaßstab sind.
Methodik
Vollerhebung der Pitchdeck-Datenbank von DerStartupCFO zum Stichtag 31. August 2026: 20.243 erfasste Zeilen, jede eine einzelne Slide. Für diese Auswertung nach Unternehmensnamen gruppiert (kleingeschrieben, um Schreibvarianten zusammenzuführen) – daraus ergeben sich 3.372 Decks. Attribute je Deck als Vereinigungsmenge über alle zugehörigen Slides gebildet und einmal gezählt. Prozentwerte auf eine Nachkommastelle.
Bezugsgröße ist bei jeder Auswertung die Zahl der Decks mit mindestens einem Wert im jeweiligen Feld; leere Felder sind nicht enthalten und werden separat ausgewiesen. Der ausdrückliche Kategoriewert „n.a.“ ist etwas anderes als ein leeres Feld.
Grenzen der Daten
Der Bestand endet 2023. Für 2023 sind 154 Decks erfasst, für 2022 noch 531. Die Sammlung bildet also keinen aktuellen Marktstand ab, sondern einen Bestand mit Schwerpunkt 2019 bis 2022.
Es ist eine kuratierte Sammlung, keine Vollerhebung des Marktes. Die Verteilungen spiegeln auch, welche Decks öffentlich verfügbar wurden.
Die Branchentaxonomie überschneidet sich. Kategorien wie „Software“, „Internet“ und „Technology“ sind unscharf, „SaaS“ und „Marketplace“ tauchen sowohl als Branche als auch als Geschäftsmodell auf. Die Branchenanteile sind Größenordnungen, keine exakte Marktsegmentierung.
Einzelne Erfassungsfehler. 152 Decks tragen über ihre Slides hinweg mehr als ein Pitchdeck-Jahr, 25 mehr als ein Land – bei Einfachauswahl-Feldern ein Fehler. 21 Unternehmen existierten in zwei Schreibweisen und wurden zusammengeführt.
Vom Muster zum eigenen Deck
Diese Muster sind ein Ausgangspunkt, kein Rezept. Ein überzeugendes Pitchdeck erzählt am Ende deine Geschichte – gestützt auf klare Zahlen und eine saubere Struktur. Genau dabei unterstützt DerStartupCFO: von der Pitchdeck-Erstellung über den Finanzplan bis zur Fundraising-Begleitung.
Alle Decks lassen sich in der Pitchdeck-Datenbank nach Branche, Runde, Land und Jahr durchsuchen.
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