| Unternehmen | AllVoices |
|---|---|
| Branche | LegalTech |
| Finanzierungsrunde | Series A, Early Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $9.6 |
| Größenordnung | $2.5-10 Mio |
| Jahr | 2021 |
| Folien | 10 |
| Land | USA |
| Phase | Series A, Early Stage |
| Investoren | Silverton Partners, M13 Ventures, Crosscut Ventures |
Anonyme Meldewege im Unternehmen
AllVoices bietet Unternehmen eine Plattform, über die Beschäftigte anonym Hinweise auf Fehlverhalten, Belästigung oder Missstände geben können, verbunden mit einem Verfahren zur Bearbeitung dieser Fälle.
Der Markt entsteht wesentlich aus rechtlichen Anforderungen. Für deutsche Unternehmen ist der Bezug unmittelbar: Das Hinweisgeberschutzgesetz von 2023 verpflichtet Unternehmen ab fünfzig Beschäftigten zur Einrichtung interner Meldestellen mit definierten Fristen und Vertraulichkeitsanforderungen.
Für ein Deck heißt das, die Pflicht präzise zu benennen – welche Vorschrift, ab welcher Unternehmensgröße, mit welchen Fristen – und daraus die Zahl der betroffenen Unternehmen abzuleiten. Das ist eine belastbare Marktgrößenrechnung, im Gegensatz zu Schätzungen über Gesamtmärkte.
Die inhaltliche Anforderung ist die Vertraulichkeit. Ein System, das Anonymität verspricht, muss technisch und organisatorisch belegen können, dass sie gewahrt bleibt. Bei einem Vertrauensprodukt ist ein einziger Vorfall existenzbedrohend – und die Absicherung dagegen gehört ins Deck, nicht in die Dokumentation.
Ein zweiter Punkt betrifft die Nutzung. Meldesysteme werden selten benutzt, und genau das ist aus Sicht des Käufers erwünscht. Ein Anbieter kann seinen Wert deshalb nicht über Nutzungszahlen belegen, sondern nur über Nachweisfähigkeit und Fristeinhaltung – das verändert die Argumentation im Deck grundlegend.







