| Unternehmen | Bonify |
|---|---|
| Branche | Fintech |
| Finanzierungsrunde | Series C, Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $5.8 |
| Größenordnung | $2.5-10 Mio |
| Jahr | 2017 |
| Folien | 13 |
| Land | Germany |
| Phase | Series C, Later Stage |
| Investoren | Index Ventures |
Bonitätsauskunft für Verbraucher
bonify aus Berlin gab Verbrauchern kostenlosen Zugang zu ihrer eigenen Bonitätsauskunft und bot darauf aufbauend Vergleiche und Vermittlungen für Finanzprodukte an. Die SCHUFA übernahm das Unternehmen 2023.
Das Modell dreht die übliche Richtung um: Statt Bonitätsdaten an Unternehmen zu verkaufen, werden sie dem Betroffenen selbst zugänglich gemacht, und verdient wird an Vermittlung. Das ist datenschutzrechtlich der sauberere Weg und vertrieblich der schwierigere, weil die Umwandlungsquote entscheidet.
Für ein Deck heißt das, den Weg vom kostenlosen Nutzer zum vermittelten Produkt in Stufen zu zeigen: Registrierung, Abruf der Auskunft, Klick auf ein Angebot, Abschluss. In jeder Stufe geht ein großer Teil verloren, und die Gesamtquote bestimmt das Geschäft.
Für deutsche Gründer ist der Ausgang bezeichnend: Der etablierte Dateninhaber kauft den Herausforderer, weil dieser den direkten Draht zum Verbraucher aufgebaut hat. In Märkten mit einem dominierenden Datenbestand ist das ein realistisches und legitimes Ziel.
Ein zweiter Punkt betrifft die Datenquelle. Wer Bonitätsinformationen anzeigt, muss sie beziehen – häufig von genau den Auskunfteien, zu denen man in Konkurrenz tritt. Diese Abhängigkeit ist die entscheidende strukturelle Schwäche solcher Modelle und gehört offen ins Deck.







