| Unternehmen | Doctolib |
|---|---|
| Branche | HealthTech |
| Finanzierungsrunde | Series E, Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $266.7 |
| Größenordnung | $250+ Mio |
| Jahr | 2018 |
| Folien | 12 |
| Land | France |
| Phase | Series E, Later Stage |
| Investoren | Accel, Bpifrance, General Atlantic, Eurazeo |
Ein Marktplatz, der zuerst die Angebotsseite gewinnen musste
Doctolib vermittelt Arzttermine und liefert Praxen zugleich die Software für Kalender und Patientenverwaltung. Das Unternehmen kommt aus Frankreich und ist seit 2016 auch in Deutschland aktiv.
Der Aufbau zeigt exemplarisch, wie ein zweiseitiger Markt gestartet wird. Doctolib hat nicht bei den Patienten angefangen, sondern bei den Praxen – mit einem Außendienst, der Ärzte einzeln gewonnen hat. Erst als genug Praxen im System waren, hatte die Patientenseite einen Grund, das Angebot zu nutzen.
Das ist teuer und im Deck sichtbar: Ein Direktvertrieb mit persönlichen Terminen hat andere Kosten als eine Onlineanmeldung. Die passende Kennzahl ist die Amortisationsdauer je gewonnener Praxis, gemessen an deren monatlicher Gebühr.
Für deutsche Gründer ist der Fall doppelt relevant. Er zeigt erstens, dass sich Netzwerkeffekte in regulierten Berufen über die Angebotsseite aufbauen lassen, und zweitens, dass Gesundheitsdaten eine eigene Ebene an Anforderungen mitbringen, die früh und sichtbar beantwortet sein muss.







