| Unternehmen | DROPBOX |
|---|---|
| Branche | SaaS |
| Finanzierungsrunde | Pre-Seed, Early Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | n.a. |
| Größenordnung | n.a. |
| Jahr | 2007 |
| Folien | 22 |
| Land | USA |
| Phase | Pre-Seed, Early Stage |
| Investoren |
Das hässliche Deck, das funktioniert hat
Dropbox suchte 2007 eine erste Finanzierung für ein Problem, das damals kaum jemand als Problem akzeptierte: Dateien zwischen mehreren Rechnern synchron zu halten. Die verbreitete Gegenmeinung lautete, USB-Sticks und E-Mail-Anhänge reichten aus. Das Deck aus dieser Zeit ist grafisch unauffällig bis lieblos und trotzdem eines der meistgelesenen Beispiele.
Es verwendet den größten Teil seines Umfangs darauf, das Problem zu belegen, statt das Produkt zu feiern. Erst danach kommt die Lösung. Diese Reihenfolge ist der Punkt: Bei einem Produkt, dessen Nutzen nicht selbsterklärend ist, entscheidet sich der Pitch daran, ob der Investor das Problem überhaupt anerkennt.
Dazu kommt der bekannte Nebenweg: Drew Houston zeigte statt Marktforschung ein Demo-Video, das die Synchronisation in Aktion vorführte, und maß die Reaktion darauf. Traktion war hier kein Umsatz, sondern belegtes Interesse – ein Format, das sich auch heute noch nachbauen lässt, wenn das Produkt noch nicht steht.
Dropbox nahm in dieser Runde rund 1,2 Millionen Dollar auf, ging 2018 an die Börse und ist bis heute eigenständig. Das Deck wird trotzdem seltener wegen des Ergebnisses zitiert als wegen der Frage, die es beantwortet: Wie verkaufst du etwas, dessen Fehlen niemand als Mangel empfindet?







