| Unternehmen | Epidemic Sound |
|---|---|
| Branche | Music |
| Finanzierungsrunde | n.a. |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $508.9 |
| Größenordnung | $250+ Mio |
| Jahr | 2019 |
| Folien | 13 |
| Land | Sweden |
| Phase | n.a. |
| Investoren | EQT Ventures, Creandum |
Musikrechte als eigenes Repertoire
Epidemic Sound aus Schweden stellt Musik für Videos, Podcasts und Werbung bereit und löst dabei ein bekanntes Problem: die Rechteklärung. Das Unternehmen lässt Musik selbst produzieren und hält die Rechte, statt sie von Verlagen und Labels zu lizenzieren.
Genau das ist der strukturelle Einfall. Wer die Rechte hält, kann eine einfache Abonnementlizenz anbieten, die weltweit gilt, statt die übliche Kette aus Verwertungsgesellschaften und Einzelabklärungen. Für den Kunden ist die Rechtssicherheit das Produkt, nicht die Musik.
Für ein Deck bedeutet das eine ungewöhnliche Kostenstruktur: Der Aufbau des Repertoires ist eine Investition mit langer Nutzungsdauer, ähnlich einer Anlage. Die relevanten Größen sind Kosten je Titel, Nutzung je Titel über die Zeit und der Anteil des Katalogs, der tatsächlich abgerufen wird.
Für eigene Decks ist die übertragbare Frage: Kaufst du dich in eine Rechtekette ein oder baust du eigene Rechte auf? Der zweite Weg kostet vorne mehr und verändert die Marge dauerhaft – das ist eine der wenigen Entscheidungen, die ein Geschäftsmodell wirklich strukturell verändern.







