| Unternehmen | |
|---|---|
| Branche | Community |
| Finanzierungsrunde | Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | n.a. |
| Größenordnung | n.a. |
| Jahr | 2004 |
| Folien | 26 |
| Land | USA |
| Phase | Later Stage |
| Investoren |
Was hier wirklich vorliegt – und was nicht
Das Dokument, das seit Jahren als „Facebook Pitchdeck" die Runde macht, ist kein Investorendeck. Es ist eine Präsentation aus der Frühzeit von thefacebook.com, die sich an Werbekunden und Hochschulpartner richtete: Reichweite an den einzelnen Universitäten, Nutzungsdauer, Anzeigenformate. Wer daraus ableiten will, wie Facebook 2004 Kapital eingesammelt hat, liest das falsche Papier.
Die zuvor in unserer Datenbank hinterlegte Milliardensumme war keine Runde, sondern ein sehr viel späterer Gesamtwert; sie steht deshalb nicht mehr in der Faktentabelle. Die frühen Finanzierungen von Facebook lagen bei einer Angel-Investition von Peter Thiel im niedrigen sechsstelligen Bereich und einer anschließenden Runde mit Accel.
Als Lehrmaterial ist das Deck trotzdem brauchbar, nur für eine andere Frage: Es zeigt, wie ein Produkt mit hoher Nutzungsintensität in einer klar abgegrenzten Zielgruppe vermarktet wird, bevor es ein Geschäftsmodell hat. Wenn du ein Deck für Werbekunden oder Vertriebspartner baust, ist das die passendere Vorlage als jedes Investorendeck.
Für die Praxis heißt das auch: Prüfe bei jedem berühmten Deck, das dir als Vorlage empfohlen wird, aus welchem Anlass es entstanden ist. Ein Werbekunden-Deck, ein Investorendeck und eine Kapitalmarktpräsentation folgen unterschiedlichen Regeln, und die Verwechslung führt regelmäßig zu Decks, die die falsche Frage beantworten.







