| Unternehmen | Finiata |
|---|---|
| Branche | Fintech |
| Finanzierungsrunde | Series A, Early Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $17.4 |
| Größenordnung | $10-50 Mio |
| Jahr | 2017 |
| Folien | 31 |
| Land | Germany |
| Phase | Series A, Early Stage |
| Investoren |
Vorfinanzierung von Rechnungen für Kleinstunternehmen
Finiata aus Berlin finanzierte Selbständigen und Kleinstunternehmen offene Rechnungen vor. Das Unternehmen wurde von Sebastian Diemer gegründet, der zuvor Kreditech aufgebaut hatte.
Das Segment ist schwierig, und das Deck muss die Gründe dafür beantworten. Kleinstbeträge bedeuten, dass die Prüfkosten je Fall nahe null liegen müssen. Gleichzeitig ist die Datenlage bei Selbständigen dünn, und die Ausfallquoten liegen deutlich über denen im Firmenkundengeschäft.
Die Antwort ist in solchen Modellen immer dieselbe: automatisierte Entscheidung auf Basis von Konto- und Rechnungsdaten, sehr kurze Laufzeiten und ein Preis, der die Ausfälle trägt. Ein Deck muss die Ausfallquote je Vergabejahrgang zeigen, nicht den Durchschnitt.
Für deutsche Fintech-Gründer ist das ein Segment mit realem Bedarf und schmaler Ökonomie. Wer hier antritt, sollte im Deck offenlegen, ab welchem Volumen die Fixkosten der Risikoinfrastruktur gedeckt sind – das ist bei automatisierter Kreditvergabe die eigentliche Schwelle.
Ein zweiter Punkt betrifft die Datengrundlage. Bei Selbständigen gibt es keine belastbare Bilanz, und Kontodaten sind lückenhaft, wenn geschäftliche und private Zahlungen vermischt werden. Wie ein Modell damit umgeht, ist die eigentliche fachliche Leistung – und gehört ins Deck.







