| Unternehmen | Frontier Car Group |
|---|---|
| Branche | ✈️ Mobility & Travel |
| Finanzierungsrunde | Series D, Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $569.0 |
| Größenordnung | $250+ Mio |
| Jahr | 2019 |
| Land | Germany 🇩🇪 |
| Phase | Series D, Later Stage |
| Investoren | Balderton Capital |
Gebrauchtwagenhandel in Schwellenländern, aus Berlin gesteuert
Frontier Car Group wurde 2016 in Berlin gegründet und baute Ankaufs- und Handelsplattformen für Gebrauchtwagen in Märkten auf, in denen der Gebrauchtwagenhandel weitgehend unorganisiert war – unter anderem Mexiko, Chile, Indien, Nigeria, Pakistan und Indonesien.
Das Modell ist bewusst nicht als reiner Marktplatz angelegt. Fahrzeuge werden an Prüfstationen begutachtet, angekauft und an Händler weiterverkauft. Damit ist das Geschäft kapitalgebunden, und die entscheidenden Kennzahlen sind Rohertrag je Fahrzeug, Umschlagsdauer und die Fehlerquote bei der Zustandsbewertung.
Für ein Deck ist das ein gutes Beispiel für eine mehrmarktige Argumentation. Bei Unternehmen, die dasselbe Modell in mehreren Ländern ausrollen, ist die relevante Darstellung nicht die Summe, sondern die Entwicklung des ältesten Marktes – er zeigt, wohin die jüngeren laufen.
Die OLX Group, Teil von Prosus, übernahm 2019 die Mehrheit. Für deutsche Gründer ist der Fall interessant, weil er zeigt, dass ein Berliner Team ein Geschäft aufbauen kann, dessen Markt vollständig außerhalb Europas liegt – und dass der Käufer dann meist ein internationaler Plattformkonzern ist.







