| Unternehmen | Getsafe |
|---|---|
| Branche | InsurTech |
| Finanzierungsrunde | Series B, Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $93.0 |
| Größenordnung | $50-250 Mio |
| Jahr | 2021 |
| Folien | 14 |
| Land | Germany |
| Phase | Series B, Later Stage |
| Investoren | Earlybird, Abacon Capital, CommerzVentures, Swiss Re |
Digitale Versicherung aus Heidelberg
Getsafe verkauft Haftpflicht-, Hausrat- und weitere Versicherungen vollständig über eine App und richtet sich vor allem an jüngere Kunden. Das Unternehmen startete als Vermittler und übernahm später über eine eigene Erlaubnis Risiko selbst.
Dieser Übergang ist die entscheidende Weichenstellung und gehört in jedes Deck dieser Art. Als Vermittler verdient man eine Provision ohne Risiko; als Risikoträger bekommt man die volle Prämie, trägt aber die Schäden und braucht Eigenmittel nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben.
Die dazugehörigen Zahlen sind Schaden-Kosten-Quote, Prämienvolumen je Kunde und Bestandsfestigkeit. Bei jungen Zielgruppen sind die Prämien niedrig und die Wechselbereitschaft hoch – beides drückt auf den Wert eines Kunden.
Für deutsche Gründer im Versicherungsbereich ist das die zentrale Frage, die früh entschieden werden muss: Vermittler oder Risikoträger. Beide Wege sind gangbar, aber sie erfordern unterschiedliche Kapitalausstattung, unterschiedliche Zulassungen und unterschiedliche Kennzahlen. Ein Deck, das die Frage offenlässt, wirkt unentschieden.
Ein zweiter Punkt betrifft die Rückversicherung. Junge Risikoträger geben einen erheblichen Teil des Risikos ab, um ihre Eigenmittel zu schonen. Die Konditionen dieser Verträge bestimmen die tatsächliche Marge – und sie verschlechtern sich, wenn die Schadenquote steigt.







