| Unternehmen | Gympass |
|---|---|
| Branche | Lifestyle |
| Finanzierungsrunde | Series C, Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | n.a. |
| Größenordnung | n.a. |
| Jahr | 2018 |
| Folien | 34 |
| Land | USA |
| Phase | Series C, Later Stage |
| Investoren | General Atlantic |
Firmenfitness als Sammelvertrag
Gympass, heute Wellhub, verkauft Unternehmen ein Angebot, mit dem deren Beschäftigte Zugang zu vielen Fitnessstudios und Sportangeboten erhalten. Bezahlt wird vom Arbeitgeber oder anteilig vom Beschäftigten; die Studios erhalten eine Vergütung je Besuch.
Das Modell ist ein dreiseitiger Markt und ökonomisch anspruchsvoll: Der Preis je Mitarbeitendem ist fix, die Kosten steigen mit der Nutzung. Ein Vertrag ist also umso teurer, je mehr Beschäftigte tatsächlich trainieren.
Für ein Deck heißt das, die Nutzungsquote und die Kosten je aktivem Nutzer offenzulegen. Anbieter in diesem Segment kalkulieren mit einem Anteil zahlender, aber wenig aktiver Nutzer – und dieser Anteil ist die eigentliche Modellannahme.
Für deutsche Gründer im Bereich betrieblicher Leistungen kommt ein steuerlicher Punkt hinzu, der in solche Decks gehört: Sachbezüge an Beschäftigte sind bis zu einer monatlichen Freigrenze steuerfrei, darüber lohnsteuerpflichtig. Wie ein Angebot in diese Grenzen passt, ist für den Einkauf beim Kunden ein entscheidendes Kriterium.
Ein zweiter Punkt betrifft die Partnerseite. Studios erhalten je Besuch eine Vergütung, die unter dem Preis eines eigenen Vertrags liegt. Ob sie dabeibleiben, hängt daran, ob sie Zusatzauslastung erhalten oder eigene Mitglieder verlieren – diese Abwanderung ist das strukturelle Risiko des Modells.







