| Unternehmen | Inventorum |
|---|---|
| Branche | eCommerce & Retail |
| Finanzierungsrunde | Series A, Early Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $5.1 |
| Größenordnung | $2.5-10 Mio |
| Jahr | 2017 |
| Folien | 13 |
| Land | Germany |
| Phase | Series A, Early Stage |
| Investoren |
Kassensystem und Warenwirtschaft für kleine Händler
Inventorum aus Berlin bot Einzelhändlern ein Kassensystem auf Tablet-Basis mit angeschlossener Warenwirtschaft und Anbindung an den Onlineverkauf. Zielgruppe waren kleine stationäre Geschäfte.
Das Segment ist schwierig, und ein Deck muss dafür eine Antwort haben. Kleine Händler zahlen niedrige Monatsbeträge, brauchen aber Hardware, Einrichtung und Support. Die Gewinnungskosten amortisieren sich erst nach vielen Monaten, und die Geschäftsaufgaberate ist hoch.
Hinzu kommt ein regulatorischer Faktor, der in Deutschland besonders wirkt: Die Anforderungen an manipulationssichere Kassensysteme mit zertifizierter technischer Sicherheitseinrichtung sind seit 2020 verbindlich. Das erzeugt Nachfrage und zugleich Entwicklungsaufwand, den ein Anbieter tragen muss.
Für deutsche Gründer im Handelsumfeld ist die Lehre: In Märkten mit gesetzlich erzwungener Umstellung entsteht ein Zeitfenster, in dem Kunden ohnehin wechseln. Wer in diesem Fenster bereit ist, gewinnt günstig Kunden – wer zu spät kommt, muss sie einzeln abwerben.
Ein zweiter Punkt betrifft die Hardware. Kassensysteme brauchen Drucker, Schubladen und Scanner, und der Vertrieb dieser Geräte bindet Kapital und erzeugt Servicefälle. Wer Hardware mitliefert, sollte deren Marge und Ausfallquote im Deck getrennt ausweisen.







