| Unternehmen | Moderna |
|---|---|
| Branche | Pharma & Biotech |
| Finanzierungsrunde | Series G, Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $563.0 |
| Größenordnung | $250+ Mio |
| Jahr | 2017 |
| Folien | 26 |
| Land | USA |
| Phase | Series G, Later Stage |
| Investoren |
Die Biotech-Runde, die ohne zugelassenes Produkt auskam
Moderna sammelte 2017 in einer der größten privaten Biotechnologie-Runden überhaupt mehrere hundert Millionen Dollar ein, ohne zu diesem Zeitpunkt ein zugelassenes Medikament zu haben. Ende 2018 folgte der bis dahin größte Börsengang der Branche.
Die Argumentation eines solchen Decks unterscheidet sich grundlegend von der eines Softwareunternehmens. Verkauft wird keine Traktion, sondern eine Plattform: die Behauptung, dass sich mit mRNA nicht ein Wirkstoff, sondern eine ganze Klasse von Wirkstoffen erzeugen lässt, und dass sich die Entwicklungskosten deshalb über viele Programme verteilen.
Bewertet wird entsprechend nicht Umsatz, sondern die Pipeline: Anzahl der Programme, erreichte Studienphase, Wahrscheinlichkeit des Übergangs in die nächste Phase, Partnerschaften mit etablierten Pharmaunternehmen. Der Kapitalbedarf bis zur ersten Zulassung ist der zentrale Posten.
Für Gründer außerhalb der Biotechnologie ist das trotzdem lehrreich, weil es die reine Form eines Plattformarguments zeigt: Nicht das erste Produkt trägt die Bewertung, sondern die Wiederverwendbarkeit dessen, was für das erste Produkt gebaut wurde. Wer so argumentiert, muss die Wiederverwendbarkeit belegen können.







