| Unternehmen | Myos |
|---|---|
| Branche | Fintech |
| Finanzierungsrunde | Series A, Early Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $38.1 |
| Größenordnung | $10-50 Mio |
| Jahr | 2019 |
| Land | Germany |
| Phase | Series A, Early Stage |
| Investoren |
Warenfinanzierung für Onlinehändler
Myos aus Berlin finanziert Onlinehändlern den Einkauf von Ware und besichert den Kredit mit der Ware selbst. Bewertet wird dabei nicht die Bonität des Händlers, sondern die Verkäuflichkeit des Produkts, gemessen an Verkaufsdaten auf Marktplätzen.
Das ist der eigentliche Einfall und im Deck der zentrale Punkt: Ein junger Händler hat keine Bilanz, die eine Bank überzeugt, aber sein Bestseller hat eine belegbare Verkaufshistorie. Wer diese Daten bewerten kann, erschließt ein Segment, das Banken nicht bedienen.
Die Risikoseite muss dazu offen dargestellt werden: Was passiert, wenn ein Produkt nicht mehr verkäuflich ist, wie wird verwertet, und wie hoch war die Ausfallquote je Vergabejahrgang. Ohne diese Angaben ist ein Kreditmodell nicht beurteilbar.
Für deutsche Fintech-Gründer ist der Fall ein gutes Beispiel für eine tragfähige Nische: Nicht die bessere Bank sein, sondern eine Sicherheit bewerten, für die es bei Banken kein Verfahren gibt. Das ist der Bereich, in dem kleine Anbieter tatsächlich einen Vorteil haben.







