| Unternehmen | Scalable Capital |
|---|---|
| Branche | Fintech |
| Finanzierungsrunde | Series E, Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $305.0 |
| Größenordnung | $250+ Mio |
| Jahr | 2017 |
| Folien | 16 |
| Land | Germany |
| Phase | Series E, Later Stage |
| Investoren | Tencent |
Vom Vermögensverwalter zum Broker
Scalable Capital aus München startete 2016 als digitaler Vermögensverwalter, der Portfolios regelbasiert steuert. Der eigentliche Wachstumsschub kam später mit dem Neobroker-Angebot, über das Kunden selbst Wertpapiere und ETF-Sparpläne handeln.
Diese Verschiebung ist der interessante Teil. Vermögensverwaltung verdient an einer Gebühr auf das verwaltete Vermögen und wächst langsam, weil Vertrauen und Anlagesummen Zeit brauchen. Das Brokergeschäft verdient an Abonnements und an Ordern und wächst schneller, ist aber stärker vom Marktumfeld abhängig.
Für ein Deck heißt das, beide Erlösströme getrennt darzustellen, mit eigenem Kundenbestand, eigener Marge und eigener Abhängigkeit von Zinsniveau und Handelsvolumen.
Für deutsche Gründer im Finanzbereich ist der Fall aus einem weiteren Grund lehrreich: Scalable arbeitet mit Partnerbanken und einer eigenen Wertpapierhandelserlaubnis. Welche Teile der Wertschöpfung man selbst lizenziert und welche man einkauft, ist eine der wichtigsten strukturellen Entscheidungen – und sie gehört ins Deck, weil sie Kostenstruktur und Abhängigkeiten bestimmt.
Ein zweiter Punkt betrifft die Zinserträge. Neobroker verdienen erheblich an der Verzinsung nicht investierter Kundeneinlagen – ein Ertrag, der bei niedrigen Zinsen verschwindet. Wer diesen Posten nicht getrennt ausweist, stellt ein zinsabhängiges Geschäft als operatives Wachstum dar.







