| Unternehmen | Sisense |
|---|---|
| Branche | AI/ML/Big Data, Industry 4.0 |
| Finanzierungsrunde | Series F, Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $274.0 |
| Größenordnung | $250+ Mio |
| Jahr | 2017 |
| Folien | 19 |
| Land | USA |
| Phase | Series F, Later Stage |
| Investoren | Bessemer Venture Partners, Insight Partners |
Auswertungssoftware, eingebettet in fremde Produkte
Sisense verkauft Software zur Datenauswertung und hat sich dabei stark auf einen bestimmten Anwendungsfall ausgerichtet: Analysefunktionen, die Softwareanbieter in ihr eigenes Produkt einbetten und ihren Kunden als Teil davon anbieten.
Das ist eine sinnvolle Verengung in einem sonst überfüllten Markt. Der Kunde ist nicht die Fachabteilung, sondern ein Softwarehersteller, der nicht selbst eine Analyseoberfläche bauen will. Die Kaufentscheidung ist eine klassische Make-or-Buy-Frage mit rechenbarem Ergebnis.
Für ein Deck heißt das, die Alternative des Kunden zu beziffern: Entwicklungsaufwand für eine eigene Lösung, laufende Pflege, Zeit bis zur Verfügbarkeit. Wer gegen Eigenentwicklung antritt, muss diese Rechnung liefern, sonst führt sie der Kunde selbst – meist zu optimistisch.
Der Vorteil dieses Modells ist die Bindung: Eingebettete Komponenten werden praktisch nicht getauscht, weil der Austausch das Produkt des Kunden betrifft. Diese Verweildauer ist die Kennzahl, mit der ein solches Deck arbeiten sollte.
Ein zweiter Punkt betrifft die Preisgestaltung. Wenn ein Softwarehersteller die Analysefunktion an seine eigenen Kunden weiterreicht, muss der Einkaufspreis in dessen Kalkulation passen. Preismodelle je Endnutzer scheitern hier regelmäßig – die Abrechnungslogik ist Teil des Produkts.







