| Unternehmen | Stocard |
|---|---|
| Branche | Fintech |
| Finanzierungsrunde | Series B, Later Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $31.1 |
| Größenordnung | $10-50 Mio |
| Jahr | 2019 |
| Folien | 7 |
| Land | Germany |
| Phase | Series B, Later Stage |
| Investoren |
Kundenkarten im Smartphone
Stocard aus Mannheim bündelte Kundenkarten des Einzelhandels in einer App, sodass Nutzer beim Bezahlen keine Plastikkarten mehr mitführen mussten. Die App erreichte weltweit mehrere zehn Millionen Nutzer. Klarna übernahm das Unternehmen 2021.
Der Fall zeigt das klassische Problem eines nützlichen Verbraucherprodukts ohne eigenes Erlösmodell: Die Nutzung war hoch, die Zahlungsbereitschaft null. Der Umsatz musste aus Werbung und Handelskooperationen kommen, also aus einer Beziehung zu Händlern, die erst aufgebaut werden musste.
Für ein Deck heißt das, die Erlösseite früh zu belegen. Die Zahl der Nutzer ist bei solchen Produkten leicht zu steigern und sagt wenig; entscheidend ist der Umsatz je aktivem Nutzer und Jahr, und wie er sich entwickelt.
Für deutsche Gründer ist der Ausgang typisch: Ein Anbieter mit Zugang zum Bezahlvorgang kauft die Reichweite, weil er sie in sein bestehendes Geschäft einbinden kann. Wer ein Produkt mit hoher Nutzung und schwachem Erlösmodell baut, sollte diesen Weg als realistisches Ziel einplanen.







