| Unternehmen | wise |
|---|---|
| Branche | Fintech |
| Finanzierungsrunde | Series A, Early Stage |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $12.0 |
| Größenordnung | $10-50 Mio |
| Jahr | 2020 |
| Folien | 21 |
| Land | United Kingdom |
| Phase | Series A, Early Stage |
| Investoren | Techstars |
Ein Preisargument, das die Branche unter Druck gesetzt hat
Wise, damals TransferWise, trat mit einer einzigen sehr konkreten Aussage an: Auslandsüberweisungen kosten bei Banken erheblich mehr, als die ausgewiesenen Gebühren vermuten lassen, weil der Aufschlag im Wechselkurs steckt. Das Unternehmen machte diesen versteckten Aufschlag sichtbar und stellte den eigenen Preis daneben.
Als Pitch ist das ungewöhnlich stark, weil es keine Meinung ist, sondern nachrechenbar. Ein Deck, dessen Hauptargument sich mit zwei Zahlen belegen lässt, braucht wenig Beiwerk.
Die Ökonomie dahinter gehört trotzdem hinein: Ein Geschäft mit sehr niedrigen Margen pro Transaktion funktioniert nur über Volumen und über niedrige Kosten der Kundengewinnung. Wise wuchs stark über Empfehlungen, was genau diese Bedingung erfüllte.
Das Unternehmen ging 2021 über eine Direktplatzierung an die Börse und ist profitabel. Für eigene Decks ist die übertragbare Frage einfach: Lässt sich dein Hauptargument in einer Zeile nachrechnen? Wenn ja, gehört diese Zeile auf die erste Folie.
Ein Zusatz aus dem weiteren Verlauf: Wise hat die Preise mit wachsendem Volumen mehrfach gesenkt und diese Senkungen öffentlich angekündigt. Das ist konsequent, wenn das Preisargument der Kern des Modells ist – und es ist eine Verpflichtung, die man im Deck besser mitdenkt, bevor man sie eingeht.







