| Unternehmen | X1 |
|---|---|
| Branche | Internet, Cybersecurity & Defense |
| Finanzierungsrunde | n.a. |
| Eingesammelt (Mio. USD) | $450.0 |
| Größenordnung | $250+ Mio |
| Jahr | 2022 |
| Folien | 9 |
| Land | USA |
| Phase | n.a. |
| Investoren | Ada Ventures |
Kreditkarte auf Basis des Einkommens
X1 gab in den USA eine Kreditkarte aus, deren Limit sich am Einkommen und nicht an der bisherigen Kredithistorie orientierte. Die Zielgruppe waren gut verdienende Berufseinsteiger ohne aufgebaute Bonität. Das Unternehmen wurde 2023 von Robinhood übernommen.
Für ein Deck in diesem Feld sind zwei Größen bestimmend: die Ausfallquote in einem Kundenkreis ohne Kredithistorie und die Erlöse je Karte aus Interbankenentgelten und Zinsen. Kartengeschäfte in den USA verdienen erheblich mehr an Interbankenentgelten als in Europa – dieser Unterschied ist für die Übertragbarkeit entscheidend.
Genau deshalb funktionieren viele amerikanische Kartenmodelle in Europa nicht: Die Entgelte für Verbraucherkarten sind hier gesetzlich gedeckelt, und der Ertrag je Transaktion liegt um ein Vielfaches niedriger.
Für deutsche Gründer ist das eine der wichtigsten Prüfungen, bevor ein amerikanisches Vorbild übernommen wird: Rechne das Geschäftsmodell mit europäischen Entgelten durch. Was in den USA trägt, ist hier häufig strukturell defizitär – und das gehört ins Deck, bevor es ein Investor rechnet.







